Deutsche Unternehmensgruppe Scherdel prüft Niederlassung in Tunesien
Am 27. Januar 2026 hat eine Delegation von Scherdel, einem weltweit tätigen Unternehmen im Mobilitätssektor, die Agentur zur Förderung ausländischer Investitionen (FIPA) in Tunesien besucht, um Investitionsmöglichkeiten im Land zu erkunden. Das Ziel: die Lage vor Ort zu verstehen, die richtigen Ansprechpartner zu treffen und das Potenzial für eine Niederlassung zu bewerten.
Die Stärken Tunesiens und die Rolle Deutschlands
Die Delegation traf sich mit der Tunisian Automotive Association und Wirtschaftsakteuren und besuchte mehrere Industriestandorte. Das Humankapital und die robuste Infrastruktur stärken unseren Vorteil. Tunesien profitiert von einer strategisch günstigen Lage und einem attraktiven Umfeld für Investoren. Deutschland ist ein wichtiger Partner. Im Jahr 2023 beliefen sich seine Investitionen auf 237,9 Millionen Dinar. Im ersten Halbjahr 2025 beliefen sie sich auf 124,2 Millionen Dinar, was fast 7,5% der ausländischen Direktinvestitionen außerhalb des Energiesektors entspricht. Projekte wie das von Zollner Elektronik zeigen sein Engagement für die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze und die Unterstützung der tunesischen Industrie.
Scherdel erwägt eine Niederlassung
Am Ende seines Besuchs zeigte sich die Konzernvertreter angetan von der Idee, die Gespräche weiter voranzutreiben.
Man muss sagen, dass Scherdel ein Schwergewicht ist: 7.000 Talente und 35 Standorte weltweit. Dass ein solcher Akteur großes Interesse an Tunesien zeigt, ist ein starkes Signal. Eine Ansiedlung vor Ort wäre eine hervorragende Nachricht, nicht nur für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern auch für die Förderung unseres industriellen Know-hows.
Es ist auch ein Beweis dafür, dass Tunesien international weiterhin attraktiv ist. Zwischen deutscher Ingenieurskunst und tunesischem Potenzial ist eines sicher: Die wirtschaftliche Zukunft wird gemeinsam gestaltet.
Über Scherdel (scherdel.com)
Die SCHERDEL-Gruppe ist ein wachstumsstarkes, unabhängiges Familienunternehmen mit über 130-jähriger Tradition und weltweit 35 Standorten in 11 Ländern. Sie ist ein bedeutender Zulieferer, insbesondere für die Automobilindustrie, aber auch für die Medizintechnik sowie die Elektro- und Energietechnik.
Produkte und Dienstleistungen: Das Portfolio umfasst Metallumformung, Montage- und Fügetechnik, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Oberflächentechnik. Zu den Kernprodukten gehören:
- Ventilfedern für Verbrennungsmotoren (weltweit führend bei Federn für Ölabstreifringe).
- Technische Federn, Schweißteile, Stanz-, Biege- und Montageteile.
- Umfassende Forschungs- und Entwicklungsleistungen für OEMs und Systemhersteller.
- Innovation: Das Unternehmen legt großen Wert auf Forschung und Entwicklung, arbeitet mit Hochschulen zusammen und entwickelt
- Produkte, die kleiner, leichter und funktionaler werden, auch im Bereich E-Mobilität.
- Standorte: Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Marktredwitz, Deutschland, und betreibt Werke rund um den Globus.
Titelbild: FIPA (Facebook)
Quelle: Managers | Economiste Maghrebin

