Muslimisches Opferfest Eid al-Adha (Aïd Al Idha) 1447/2026

Der Mufti der Tunesischen Republik, Hichem Ben Mahmoud, hat am Samstagabend, 16. Mai 2026, bekannt gegeben, dass Eid al-Adha am Mittwoch, dem 27. Mai 2026, gefeiert wird, entsprechend dem 10. Dhu al-Hiddscha 1447. Montag, der 18. Mai 2026, entspräche dem ersten Tag des Monats Dhu al-Hiddscha des Jahres 1447 der Hidschra. Er fügte hinzu, dass Sonntag, der 17. Mai, der 30. und letzte Tag des Monats Dhu al-Qiʿda sein wird, entsprechend der Sichtung der Mondsichel und den astronomischen Berechnungen.
Erstmeldung: “Das islamische Opferfest (Eid al-Adha, Aïd Al Idha) wird laut den astronomischen Berechnungen auf den 27. Mai 2026 fallen” … sagte Sarra Snoussi, Leiterin des Dienstes „Pavillon de l’univers“ in der Cité des Sciences de Tunis. „So wäre der 17. Mai der letzte Tag des Monats Dhou al-qiʿda, während der Tag von Arafat auf den 26. Mai fallen würde“, präzisierte sie. Letztendlich entscheidet in Tunesien allerdings der Mufti der Republik über den Beginn des Festes, unabhängig von astronomischen Berechnungen. Mehr: www.kashba.de/opferfest
Das islamische Opferfest (Eid al-Adha, Aïd Al Idha) ist das höchste Fest im Islam und erinnert an die Bereitschaft Ibrahims (Abraham), seinen Sohn für Allah zu opfern. Es bildet zudem den Höhepunkt der Pilgerfahrt Hadsch nach Mekka. Da sich der islamische Kalender nach dem Mond richtet, kann sich das genaue Datum je nach Mondsichtung noch um einen Tag verschieben.
Info: Weltweit begehen Muslime das Opferfest, auch Eid ul-Adha, Aïd Al Idha, Aïd el Kebir genannt. Es ist das höchste islamische Fest und wird zum Höhepunkt des Haddsch gefeiert, der alljährlichen Wallfahrt nach Mekka. Das Fest beginnt am Zehnten des islamischen Monats Dhū Al Hijja und dauert vier Tage. Aufgrund des islamischen Mondkalenders kann das Opferfest zu jeder Jahreszeit stattfinden, es verschiebt sich im Sonnenkalender rückwärts um meist elf Tage pro Jahr. Zusammen mit dem ʿEid al-Fitr’, dem Fest des Fastenbrechens zu Beginn des Monats Schaawāl, dem Folgemonat des Fastenmonats Ramadan, gehört es zu den bedeutendsten Festlichkeiten im islamischen Jahreskreis.
Gottes Prüfung
Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der nach muslimischer Überlieferung die göttliche Probe bestanden hatte und bereit war, seinen Sohn Ismael (Bibel, Thora: Isaak) Allah zu opfern. Als Allah seine Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt. Ibrahim und Ismail opferten daraufhin voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder. Die Geschichte wird im Koran in Sure 37,99–113 erzählt, jedoch wird nicht der Name Ismael verwendet, sondern nur der Begriff „Sohn“. Ebenso ist dort auch nicht die Rede vom „Kreis von Freunden und Bedürftigen“. Auch in der Bibel wurde zuvor schon von der Opferung Isaaks erzählt und zwar im Buch Genesis (22,1–19). In der Thora ist es das erste Buch Mose, dass über die Geschichte Abrahams, der dort Abram oder Avram heißt, berichtet.
Abraham, Vater aller Religionen
Abraham (hebräisch אֲבִירָם / אַבְרָהָם Avraham / Aviram volksetymologisch: „Vater der vielen [Völker]“ [Genesis 17,4 f.] von אַבְרָם Avram „(Der) Vater ist erhaben“, aramäisch ܐܒܪܗܡ Abrohom, altjiddisch Awroham, arabisch إبرَاهِيم Ibrāhīm) ist als Stammvater Israels eine zentrale Figur des Tanach bzw. des Alten Testaments. Er gilt auch als Stammvater der Araber; von seinem Sohn Ismael soll der Prophet des Islam, Mohammed, abstammen. Abrahams Geschichte wird im biblischen Buch Genesis bzw. Bereschit (Gen 12–25 EU) erzählt. Danach gehört er zusammen mit seinem Sohn Isaak und seinem Enkel Jakob zu den Erzvätern, aus denen laut biblischer Überlieferung die Zwölf Stämme des Volkes Israel hervorgingen.
Da sich sowohl Judentum, Christentum als auch Islam auf Abraham als ihren Stammvater beziehen, bezeichnet man sie auch als die drei abrahamitischen (Welt-) Religionen.
Quelle: Wikipedia
