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Badeverbot 2026 an neunundvierzig Stellen (+21) in Tunesien

Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge unterliegen die Strände in Tunesien regelmäßigen Kontrollen. Das tunesische Gesundheitsministerium hat am Samstag, den 20. Juni 2026 bekannt gegeben, dass 49 Stellen an der tunesischen Küste aufgrund der Wasserqualität oder sonstiger Gefahren für Badegäste gesperrt wurden, vor allem in der Nähe von Wadi-Mündungen, Kanälen oder Abwasserausläufen.

Schon in den Vorjahren kam es zu Badeverboten an verschieden Orten und Stränden: (2025: 28 Strände; 2024, 28 Strände; 2023, 29 Strände; 2022, 21 Strände; 2021: 17 Strände). Im Jahr 2026 sind acht Standorte (+7) im Gouvernorat Tunis, achtzehn (+3) in Ben Arous, fünf Standorte im Gouvernorat Nabeul (+5), zwei Strände im Gouvernorat Ariana (-4), ein Strand im Gouvernorat Sousse (+1), drei Standorte im Gouvernorat Gabès (+3) und elf (+5) im Gouvernorat Bizerté betroffen.

Das Gesundheitsministerium hat am Samstag, den 20. Juni 2026, die Liste der Strände und Küstenabschnitte veröffentlicht, an denen vom Baden aufgrund einer als unzureichend eingestuften Wasserqualität abgeraten wird. Von den 539 landesweit überwachten Messstellen weisen 49 Gesundheitsindikatoren auf, die ein risikofreies Baden nicht zulassen. Dies entspricht fast 9% der im Rahmen des nationalen Programms zur Überwachung der Meerwasserqualität untersuchten Standorte. Die betroffenen Gebiete konzentrieren sich hauptsächlich auf die Gouvernorate Ben Arous, Bizerte und Tunis, doch wurden auch mehrere Stellen in Nabeul, Gabès, Ariana und Sousse gemeldet.

Ben Arous, das am stärksten betroffene Gouvernorat
Mit 18 als zum Baden ungeeignet eingestuften Stellen liegt Ben Arous mit großem Abstand an der Spitze. Die betroffenen Gebiete befinden sich insbesondere in Ezzahra, Hammam Lif, Hammam Chott und Radès. Zu den gemeldeten Gebieten zählen mehrere Mündungen von Wadis, insbesondere die des Oued Maïzate und des Oued Boukhamsa in Ezzahra, sowie Strände in der Nähe des Wärmekraftwerks von Radès, des Casinos von Hammam Lif oder auch des ehemaligen Abwasserkanals in Hammam Lif.

Auch Tunis und Bizerte sind betroffen
In Tunis wird vom Baden an acht Stellen abgeraten, vor allem in Kram und La Goulette. Die betroffenen Stellen befinden sich insbesondere in der Nähe mehrerer Kanäle und Regenwasserabläufe. 
In Bizerte stehen elf Stellen auf der Liste des Ministeriums. Mehrere davon befinden sich in der Nähe des Kanals von Bizerte, der Mündung des Wadi Sidi Yahia oder in den Gebieten Menzel Bourguiba, Menzel Jmil, Menzel Abderrahmane und Jarzouna.

Gemeldete Stellen in Nabeul, Ariana, Gabès und Sousse
Im Gouvernorat Nabeul sind fünf Standorte betroffen, insbesondere in Menzel Temime, Hammamet, Dar Chaâbane und Kélibia. Zwei Standorte wurden zudem in Raoued im Gouvernorat Ariana erfasst: die Mündung der Sebkha von Raoued und der Golfkanal. Im Gouvernorat Gabès wurden drei Standorte gemeldet, und zwar in Ghannouch und in der Stadt Gabès, während in Sousse der Strand Las Vegas erneut zu den Gebieten zählt, an denen vom Baden abgeraten wird.

Badeverbot 2026 nach Gouvernoraten

Acht Standorte im Gouvernorat Tunis (+7)

  • Route de La Marsa (DPM 541)
  • Avenue du 20-Mars (Le Kram)
  • Avenue Agba (Le Kram)
  • Avenue Habib Thameur (Le Kram)
  • Avenue El Jahedh
  • Avenue Fatouma Bourguiba (La Goulette)
  • Avenue Al Qods (La Goulette)
  • Avenue Ibn Temam (Kheir Eddine)

Achtzehn Standorte im Gouvernorat Ben Arous (+3)

  1. Mündung des Oued Maïzate (Ezzahra)
  2. Mündung des Oued Boukhamsa (Ezzahra)
  3. Gebiet um die Rue Salambo (Hammam Lif)
  4. Mündung des Oued El Meliane (Hammam Lif)
  5. Mehrere Stellen in Hammam Chott
  6. Bereich des Wärmekraftwerks von Radès
  7. Bereich Oued Meliane in Radès
  8. Ehemaliger Abwasserkanal in Hammam Lif
  9. Casino von Hammam Lif
  10. Avenue Habib Thameur
  11. Avenue Aziza Othmana in Hammam Lif
  12. Gebiet des Zivilschutzes in Radès
  13. Südlich des Strandes von Chott Merouane in Radès

Fünf Standorte im Gouvernorat Nabeul (+5)

  1. Strand El Amoud in Menzel Temime
  2. Strand Oued El Faouar in Hammamet
  3. Strand gegenüber der Kläranlage von Dar Chaâbane
  4. Strand Oued El Hajar in Kélibia
  5. Strand Aïn Grenz in Kélibia

Zwei Standorte im Gouvernorat Ariana (-4)

  1. Mündung der Sebkha von Raoued
  2. Golfkanal in Raoued

Elf Standorte im Gouvernorat Bizerte (+5)

  1. Gegenüber dem Fischerstrand von Menzel Bourguiba;
  2. Gegenüber dem Strand El Jawouda in Menzel Bourguiba;
  3. Gegenüber der Mündung des Wadi Sidi Yahia in Bizerte Nord;
  4. Gegenüber dem Wassersportclub von Bizerte Nord;
  5. Gegenüber dem Kanal von Bizerte in Bizerte-Nord;
  6. Zwei Kilometer vom antiken Hafen von Bizerte-Nord entfernt;
  7. Strand El Aalia in Menzel Jmil;
  8. Strand Sidi Hachani in Menzel Abderrahmane;
  9. Fischereihafen von Menzel Abderrahmane;
  10. Kanal 2 in Jarzouna;
  11. Kanal 1 und das Gebiet „Biadha“ in Jarzouna.

Drei Standorte im Gouvernorat Gabès (+3)

  1. Ghannouch
  2. Strand Essalem
  3. Mündung des alten Wadi in Gabès

Ein Strand im Gouvernorat Sousse (+1)

  1. Sousse, Strand Las Vegas

Allgemeine Gründe für Badeverbote

Ein Strand kann aus mehreren Gründen als Badeverbot eingestuft werden, darunter:

  • Sicherheit der Badenden: Der Hauptgrund für die Einstufung eines Strandes als Badeverbot ist die Sicherheit der Badenden. Wenn die Badebedingungen eine potenzielle Gefahr darstellen, wie z. B. starke Strömungen, gefährliche Wellen, gefährliche Gezeiten, Unterwasserfelsen oder andere unvorhersehbare Bedingungen, können die Behörden das Baden verbieten, um Unfälle und Ertrinken zu vermeiden.
  • Wasserverschmutzung: Wenn das Wasser am Strand durch Schadstoffe wie Bakterien, giftige Algen, Industrieabfälle oder Abwassereinleitungen verunreinigt ist, kann der Strand zum Schutz der Gesundheit der Badenden für das Baden gesperrt werden. Die Behörden überwachen die Wasserqualität regelmäßig auf Verschmutzungsgrade und ergreifen ggf. geeignete Maßnahmen.
  • Natürliche Risiken: Bestimmte natürliche Phänomene können einen Strand zum gefährlichen Ort zum Baden machen. Beispielsweise können extreme Wetterbedingungen wie Stürme, Hurrikane oder Sturmfluten das Baden gefährlich machen und dazu führen, dass das Baden verboten wird. Auch geologische Faktoren wie instabile Klippen oder gefährliche Felsformationen können dazu führen, dass ein Strand nicht mehr zum Baden geeignet ist.
  • Schutz der Tierwelt und der Umwelt: Einige Strände können zum Schutz der Tierwelt und der Umwelt mit einem Badeverbot belegt werden. Dabei kann es sich um Nistgebiete geschützter Meerestiere, um Gebiete zur Erhaltung empfindlicher Ökosysteme oder um Gebiete mit empfindlichen Korallenriffen handeln. Das Badeverbot soll diese Lebensräume erhalten und Schäden durch menschliche Aktivitäten verhindern.

Es ist wichtig, dass Sie sich an die von den örtlichen Behörden ausgegebenen Warnungen und Badeverbote halten. Diese Maßnahmen werden im Interesse der Sicherheit der Menschen und der Erhaltung der Umwelt ergriffen.

Titelbild: Illustrationsfoto Strand mit Badeverbot

Quelle: Business News