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Energie

STEG: 3,5 Milliarden Dinar ausstehenden Zahlungen, 600 MW Defizit und 19% Verluste

Die ausstehenden Forderungen der tunesischen Strom- und Gasgesellschaft (STEG) gegenüber öffentlichen Einrichtungen belaufen sich auf fast 3,5 Milliarden Dinar. Ein Betrag, der die Finanzen des staatlichen Unternehmens stark belastet, so der Vorsitzende des Finanz- und Haushaltsausschusses der Volksvertretungsversammlung (ARP), Maher Kettari.

Die finanzielle Lage der STEG gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Die bei öffentlichen Einrichtungen aufgelaufenen Zahlungsrückstände haben fast 3,5 Milliarden Dinar erreicht, erklärte der Vorsitzende des Finanz- und Haushaltsausschusses der ARP, Maher Kettari. In einem Beitrag am Samstag, dem 25. Juli 2026, im Nationalradio erklärte der Abgeordnete, dass diese Schulden einen erheblichen finanziellen Druck auf das Unternehmen ausüben, das ohnehin bereits mit mehreren Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Gleichgewicht des Stromsektors konfrontiert ist.

Produktionskosten höher als der Verkaufspreis
Maher Kettari sprach auch das Ungleichgewicht zwischen den Produktionskosten für Strom und dessen Verkaufspreis an. Seinen Angaben zufolge belaufen sich die Produktionskosten für eine Kilowattstunde auf etwa 400 Millimes, während die STEG den Bürgern etwa 270 Millimes in Rechnung stellt. Er betonte, dass die Differenz zwischen diesen beiden Beträgen derzeit nicht durch staatliche Subventionen ausgeglichen werde. Angesichts dieser Situation plädierte der Vorsitzende des Finanz- und Haushaltsausschusses für die Ausarbeitung einer neuen Führungsstrategie und eines neuen Wirtschaftsmodells, um die Ungleichgewichte, unter denen das Unternehmen leidet, zu verringern.

Ein geschätztes Stromdefizit von 600 MW
Im Bereich Energie wies Maher Kettari darauf hin, dass Tunesien mit einem geschätzten Stromproduktionsdefizit von fast 600 Megawatt konfrontiert ist. Diese zusätzliche Kapazität könnte seiner Meinung nach durch den Ausbau von Photovoltaikkraftwerken im Rahmen einer Beschleunigung der Energiewende und der Nutzung erneuerbarer Energien sichergestellt werden.

Darüber hinaus wies der Abgeordnete darauf hin, dass die STEG derzeit Verluste in Höhe von schätzungsweise 19% der erzeugten Strommenge beim Transport und bei der Verteilung an die Kunden verzeichnet. Diese Quote soll insbesondere dank der Genehmigung von zwei Garantievereinbarungen im Zusammenhang mit internationalen Finanzierungen zur Unterstützung des Unternehmens auf 15% gesenkt werden. Diese Vereinbarungen betreffen Darlehen in Höhe von insgesamt über 400 Millionen Euro und Dollar, die insbesondere dazu dienen sollen, die Kapazitäten der STEG zu stärken und die Effizienz des nationalen Stromnetzes zu verbessern.

Titelbild: Symbolfoto

Quellen: La Presse