Nebhana-Stausee: Reinigung und Ausbaggerung beginnt an diesem Montag mit einem 4-Punkte-Plan
Die Reinigungs- und Ausbaggerungsarbeiten des Nebhana-Stausees sollen an diesem Montag, dem 24. August, beginnen, einen Tag nach dem Besuch von Kaïs Saïed vor Ort. Das Landwirtschaftsministerium hat einen Maßnahmenplan in vier Schwerpunkten angekündigt, der auch mehrere Praktiken betrifft, die die Wasserressourcen beeinträchtigen. Der Stausee liefert unter anderem Trinkwasser für die Großstädte Sousse, Monastir und Mahdia.
Aufgrund der Verlandung des Stausees entfällt derzeit die Versorgung von Sousse, Monastir und Mahdia mit Wasser, was die täglichen Wasserabschaltungen in diesen Regionen verursacht.
Ein für den 24. August festgelegter Beginn
Das Landwirtschaftsministerium hat für diesen Montag den Beginn der Reinigungs- und Ausbaggerungsarbeiten am Nebhana-Staudamm im Gouvernement Kairouan angekündigt. Die Ankündigung erfolgte am Sonntag durch Mohamed Chamseddine Harrabi, einen Verantwortlichen im Landwirtschaftsministerium, nach einer Arbeitssitzung zur Lage des Staudamms und zu den einzuleitenden Maßnahmen.
Sie erfolgte vor allem einen Tag nach dem Besuch des Präsidenten der Republik, Kaïs Saïed, in Nebhana. Während dieses Besuchs hatte der Staatschef, als ein Verantwortlicher erklärte, dass die Ausbaggerungsarbeiten in der folgenden Woche beginnen sollten, deren Beginn bereits am nächsten Tag gefordert: «Morgen geht es los».
Ein Plan in vier Schwerpunkten
Die angekündigten Maßnahmen beschränken sich nicht auf die Ausbaggerung des Staudamms.
- Der erste Schwerpunkt betrifft die Reinigung und Ausbaggerung von Nebhana.
- Der zweite betrifft die Bekämpfung des unkontrollierten Abpumpens von Wasser.
- Der dritte Bereich zielt auf Eingriffe in die Wadis sowie auf illegale Bohrungen ab.
- Der vierte schließlich betrifft Besetzungen und Eingriffe in den öffentlichen Wasserbereich.
Die Maßnahmen sollen somit sowohl auf den Zustand des Staudamms als auch auf bestimmte Praktiken einwirken, die die Verfügbarkeit, Zuleitung oder Erhaltung der Wasserressourcen beeinträchtigen könnten.
Von der präsidialen Anweisung zum Einsatz
Die Abfolge der Ankündigungen ist besonders schnell. Am Samstag forderte Kaïs Saïed, dass die Ausbaggerung bereits am nächsten Tag beginnen solle. Am Sonntag kündigte das Landwirtschaftsministerium den Beginn für diesen Montag an und erläuterte die vier festgelegten Schwerpunkte.
Bei seinem Besuch kritisierte der Präsident außerdem den Zustand des Staudamms und der ihn speisenden Wadis und war der Ansicht, dass die erforderlichen Wartungsarbeiten nicht regelmäßig durchgeführt worden seien.
Die Ausbaggerung soll insbesondere ermöglichen, angesammelte Ablagerungen zu entfernen und den Zufluss des Wassers zum Staudamm zu erleichtern.
Nun wird die Umsetzung vor Ort erwartet
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund großer Spannungen rund um die Wasserversorgung in Tunesien, wobei Störungen im Sommer mehrere Protestbewegungen ausgelöst haben.
In Nebhana geht es inzwischen um mehr als nur die Ausbaggerung. Die Bekämpfung des unkontrollierten Abpumpens, illegaler Bohrungen und von Eingriffen in den öffentlichen Wasserbereich erweitert die Maßnahmen auf die Bewirtschaftung der Ressource rund um den Staudamm.
Nach der präsidialen Anweisung und der Ankündigung des Ministeriums wird der wichtigste Indikator daher der tatsächliche Beginn der Arbeiten und längerfristig deren Auswirkung auf die Fähigkeit Nebhanas sein, seine Wasserressourcen besser aufzufangen und zu bewahren.
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Titelbild (Illustrationsfoto): Skander Zarrad — Travail personnel, CC BY-SA 4.0
Quelle: Webdo.tn

