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AußenhandelTunis-Carthage (TUN)

Cargo Wings Express: Neuer Fracht-Player am tunesischen Himmel nimmt Betrieb auf

Das tunesische Luftfrachtunternehmen Cargo Wings Express (CWE) nimmt am 25. Oktober 2026 seinen regulären Flugbetrieb nach Europa auf und bietet tägliche Verbindungen nach Lüttich (Belgien) und Paris-Charles-de-Gaulle an. Das Programm soll später um mehrere wöchentliche Flüge nach Tripolis (Libyen) erweitert werden.

CWE hat seinen Sitz am Flughafen Tunis-Carthage und besitzt seit Juni 2026 ein von den tunesischen Behörden ausgestelltes Luftverkehrsbetreiberzeugnis. Am 9. Oktober erhielt das Unternehmen außerdem die TCO-Zulassung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), die für außereuropäische Fluggesellschaften unerlässlich ist, um im Luftraum der Europäischen Union operieren zu dürfen.

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, den Handel zwischen Afrika und Europa durch regelmäßige, Express-, Charter- und Spezialtransporte zu stärken. Dabei setzt es insbesondere auf digitale Tools zur Sendungsverfolgung in Echtzeit und die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards.

Durch den schrittweisen Ausbau seines Netzwerks beabsichtigt Cargo Wings Express, die Logistikverbindungen in Tunesien zu verbessern und die Rolle des Flughafens Tunis-Carthage als regionale Luftfrachtplattform zu stärken.

Erstmeldung 17. Juni 2026: Ein neuer Frachtanbieter bereitet seinen Markteintritt in Tunesien mit zwei Boeing 737-300 vor. Cargo Wings Express bereitet sich darauf vor, seinen Luftfrachtbetrieb von Tunesien aus mit einer anfänglichen Flotte von zwei Boeing 737-300, die in eine Frachtkonfiguration umgerüstet wurden, aufzunehmen, wie mehrere Fachquellen aus der Luftfahrt- und Logistikbranche berichten.

Das Unternehmen mit Sitz am internationalen Flughafen Tunis-Carthage hat sich die Anmietung von zwei Flugzeugen beim bulgarischen Leasinggeber Cargo Air gesichert. Diese Flugzeuge vom Typ Boeing 737-300 Passenger-to-Freighter (P2F), die etwa 38 und 39 Jahre alt sind, stehen derzeit bereit und warten auf die Aufnahme des kommerziellen Betriebs, die für den Lauf des Jahres 2026 vorgesehen ist.

Cargo Wings Express plant den Betrieb von Linien- und Charterflügen, die sowohl allgemeine Fracht als auch Spezialfracht abdecken sollen. Das anfängliche Streckennetz soll sich auf den afrikanischen Kontinent konzentrieren, bevor eine schrittweise Expansion in andere internationale Märkte erfolgt.

Nach Informationen aus der Fachpresse, darunter Air Cargo News, die von mehreren Medien der Logistikbranche aufgegriffen wurden, befindet sich das Unternehmen noch in der Phase der operativen Vorbereitung. Ein Streckennetz wurde bislang noch nicht offiziell bekannt gegeben.

Im Rahmen seines Ausbaus ist Cargo Wings Express zudem eine Partnerschaft mit dem Ausbildungszentrum Simaero eingegangen, um Piloten für die Boeing 737 Classic auszubilden, einschließlich der Grundausbildung und der Entwicklung von Ausbilderkompetenzen. Das Unternehmen, das laut eigenen Angaben zwischen 51 und 200 Mitarbeiter beschäftigt, strebt eine Etablierung auf dem tunesischen Luftfrachtmarkt an, der bereits von etablierten Anbietern wie Tunisair Cargo und Express Air Cargo besetzt ist – vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage im Zusammenhang mit dem internationalen Handel und der E-Commerce-Logistik.

Es ist wichtig zu betonen, dass bislang weder eine offizielle Quelle der tunesischen Zivilluftfahrt noch Fachmedien bestätigt haben, dass Cargo Wings Express ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) erhalten hat. Die verfügbaren Veröffentlichungen weisen lediglich darauf hin, dass sich das Unternehmen in der Vorbereitungsphase vor der Aufnahme des operativen Betriebs befindet.

Cargo Wings Express präsentiert sich somit als gut strukturierter und glaubwürdiger Neuzugang auf dem tunesischen Luftfrachtmarkt, mit bereits gesicherten Vermögenswerten und bestehenden operativen Partnerschaften. Das Unternehmen befindet sich jedoch noch in der Vorbereitungsphase, und sein tatsächlicher Einstieg in den gewerblichen Luftverkehr hängt weiterhin vom Abschluss der behördlichen Genehmigungsverfahren ab.

Quelle: La Presse