- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Islamisches Neujahr (1448/2026) nach dem Hidschra-Kalender

Der Mufti der Tunesischen Republik, Hichem Ben Mahmoud, hat am Montagabend bekannt gegeben, dass Dienstag, der 16. Juni 2026, nach der Sichtung der Mondsichel dem ersten Tag des Jahres 1448 nach der Hidschra entsprechen wird.
Diese offizielle Bekanntgabe beendet das Warten auf die Festlegung des Beginns des islamischen Neujahrs, das gemäß den astronomischen Beobachtungsdaten und den in Tunesien geltenden religiösen Verfahren festgesetzt wurde. Der Mufti der Republik präzisierte, dass die Sichtbarkeit der Mondsichel die Bestätigung des Beginns des Monats Muharram ermöglicht habe und damit den Eintritt in ein neues Jahr des islamischen Kalenders markiere. Der Übergang zum Jahr 1448 nach der Hidschra wird somit ab Dienstag im gesamten tunesischen Staatsgebiet gefeiert.
Vormeldung: Das Islamische Neujahr markiert den Beginn eines neuen Mondjahres im islamischen Kalender (Hidschra-Kalender). Im Jahr 2026 beginnt das Islamische Neujahr (der 1. Muharram 1448 n. H.) voraussichtlich am 16. Juni. Das genaue Datum kann je nach geografischer Lage und der tatsächlichen Sichtung des Neumondes leicht variieren. Maßgeblich in Tunesien ist allerdings, wie bei allen religiösen Ereignissen, die Verkündung durch den Mufti der Republik.
Die islamische Zeitrechnung beginnt mit der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina im Jahr 622 n. Chr.. Dieses Ereignis markierte einen Wendepunkt für die muslimische Gemeinschaft.
Der islamische Kalender richtet sich nach dem Mondzyklus und hat zwölf Monate, wodurch ein Mondjahr etwa elf Tage kürzer ist als das gregorianische Sonnenjahr. Aus diesem Grund wandern die islamischen Feiertage durch das Sonnenjahr.
Das Neujahr ist kein religiöser Feiertag im traditionellen Sinne, und es sind keine besonderen Rituale oder Gebete damit verbunden. Es ist jedoch der Beginn des Monats Muharram, einem der vier heiligen Monate, in denen Konflikte verboten sind. Der Anlass wird oft für spirituelle Erneuerung und zum Gedenken an die historische Auswanderung genutzt, die den Übergang von Unterdrückung zu Erfolg symbolisiert.
