Sousse: Meerwasserentsalzungsanlage Sidi Abdelhamid Anfang Sommer 2026 betriebsbereit
Der Vorstandsvorsitzende der Nationalen Gesellschaft für Wassergewinnung und -verteilung (Sonede), Abdelhamid Mnaja, gab bekannt, dass die Arbeiten an der Meerwasserentsalzungsanlage in Sousse voraussichtlich Anfang Sommer 2026 abgeschlossen sein werden, was den Weg für eine Verbesserung der Trinkwasserversorgung in den Gouvernoraten der Sahelzone ebnen wird, insbesondere während der Sommersaison.
In einer Erklärung gegenüber Mosaïque FM am Sonntag, den 19. April 2026, bekräftigte der Verantwortliche, dass diese strategische Infrastruktur eine sicherere Wasserversorgung in den betroffenen Regionen ermöglichen dürfte, im Vergleich zu den letzten drei Jahren, die von wiederkehrenden Engpässen im Netz geprägt waren.
Ein verstärktes Konzept für den Sahel
Laut Abdelhamid Mnaja ist die Inbetriebnahme der Entsalzungsanlage Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, das darauf abzielt, die Versorgungskapazitäten der Sahelzone nachhaltig zu stärken. Er verwies insbesondere auf die aktuell laufenden Arbeiten zum Anschluss der Anlage in Sousse an das Wasserübertragungsrohr des Nordens (siehe Bilder) sowie auf den Fortschritt des Projekts der Anlage in Hergla im Gouvernorat Monastir.
Diese Projekte zielen in Verbindung mit Investitionen in die Wassertransportnetze darauf ab, ein von der Sonede oft hervorgehobenes strukturelles Problem zu lösen: Die Schwierigkeiten liegen nicht nur in der Verfügbarkeit der Ressource, sondern auch in der Fähigkeit, sie zu mobilisieren und in Gebiete mit hohem Verbrauch zu leiten.
Der Geschäftsführer der Sonede wies darauf hin, dass ein bedeutendes Projekt zur Stärkung der Transportkapazitäten, das insbesondere einen sieben Kilometer langen Abschnitt umfasst, zu den Lösungen gehört, die zur Behebung dieser Schwachstellen umgesetzt werden.
Bewältigung der sommerlichen Verbrauchsspitzen
Der Verantwortliche betonte die Besonderheiten der Sahelregionen, in denen der Druck auf das Netz im Sommer durch das Zusammenwirken von steigenden Temperaturen, Inlands- und Auslands-Tourismus sowie einem vorübergehenden Bevölkerungsanstieg stark zunimmt. „Wir wissen, dass diese Regionen im Sommer eine Besonderheit aufweisen, nämlich einen starken Anstieg des Verbrauchs“, betonte er und vertrat die Ansicht, dass die neuen Anlagen es der Infrastruktur ermöglichen sollten, dieser wachsenden Nachfrage besser gerecht zu werden.
Auf dem Weg zu entspannteren Sommern?
Während mehrere Sommer in verschiedenen Regionen des Landes von Versorgungsstörungen geprägt waren, könnte die Inbetriebnahme dieser Projekte einen Wendepunkt für die Sahelzone darstellen, eine Region, die besonders anfällig für saisonale Wasserknappheit ist.
Abdelhamid Mnaja zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Situation in den kommenden Jahren deutlich verbessern werde, und setzte dabei auf den Ausbau der neuen Infrastruktur, um eine bessere Versorgungssicherheit zu gewährleisten und den Bedürfnissen der Einwohner sowie den Anforderungen der Wirtschaft und des Tourismus gerecht zu werden.
Titelbild: Meerwasserentsalzungsanlage in Sidi Abdelhamid: Google Maps
Quelle: Business News

