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Die asiatische Tigermücke breitet sich in Tunesien aus: Wie kann man sich davor schützen?

Die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die dafür bekannt ist, zahlreiche Viruserkrankungen übertragen zu können, ist seit dem vergangenen Jahr in Tunesien präsent, ohne sich bislang jedoch stark auszubreiten, erklärte am Freitag der internationale Experte für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, Mohamed Adel Hentati.

Im Radiosender Jawhara FM warnte der Experte vor den Gesundheitsrisiken dieser invasiven Art, die mehrere Viren übertragen kann, darunter das West-Nil-Fieber sowie andere potenziell gefährliche Viruserkrankungen. Mohamed Adel Hentati erklärte, dass das Weibchen der Tigermücke die größte Gefahr für den Menschen darstellt, da es sich von menschlichem Blut ernährt und Krankheitserreger über seinen Speichel bei Stichen übertragen kann.

Seiner Ansicht nach bleibt Prävention das wirksamste Mittel, um die Vermehrung dieses Insekts einzudämmen. Er rief die Bürger daher dazu auf, sämtliche Umgebungen zu beseitigen, die seine Fortpflanzung begünstigen – sowohl innerhalb als auch außerhalb von Wohnhäusern.

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Der Experte betonte insbesondere die Notwendigkeit, jegliche Wasseransammlungen in Häusern, Gärten, auf Terrassen oder in frei stehenden Behältern zu vermeiden, und erinnerte daran, dass diese Orte ideale Brutstätten für die Eiablage der Tigermücke darstellen. Tigermücken sind sogenannte “Containerbrüter” und nutzen kleinste Wasseransammlungen im Siedlungsraum. So sollten Brutstätten beseitigt werden, sprich Gießkannen umkippen, Topfuntersetzer leeren und Vogeltränken wöchentlich reinigen. Regentonnen sollten mit feinen Netzen oder Deckeln lückenlos verschlossen werden.

Er präzisierte außerdem, dass das Weibchen Blut aufnehmen muss, bevor es Eier legen kann, und unterstrich die Bedeutung individueller und umweltbezogener Präventionsmaßnahmen, um das Risiko einer Ausbreitung zu verringern.

Das Auftreten der Tigermücke in Tunesien erfolgt vor dem Hintergrund der Ausbreitung dieser Art in mehreren Regionen des Mittelmeerraums, insbesondere infolge des Klimawandels und der zunehmenden internationalen Austauschbeziehungen.

Quelle: La Presse