Asiatische Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist eine aus Südostasien stammende, invasive Stechmückenart, die sich aufgrund des Klimawandels und globaler Warenströme in Afrika, Europa und auch in Tunesien ausbreitet. Im Gegensatz zu heimischen Mücken ist sie tagaktiv, extrem stechfreudig und ein potenzieller Überträger gefährlicher tropischer Krankheitserreger. Die Tigermücke ist oft kleiner als heimische Mückenarten.
Wichtige Details:
- Färbung: Tiefschwarzer Körper mit einer auffälligen, schneeweißen Musterung.
- Rücken: Ein einzelner, markanter weißer Längsstreifen verläuft auf dem Vorderrücken.
- Beine: Das hintere Beinpaar weist fünf deutliche weiße Ringel auf, das letzte Glied ist komplett weiß.
- Gesundheitsrisiken und Stiche: Ein Stich führt zu Juckreiz, Rötungen und lokalen Schwellungen. Betroffene berichten häufig von intensiveren, heißeren Rötungen als bei heimischen Arten.
- Krankheitsüberträger: Sie kann theoretisch über 20 tropische Viren übertragen. Dazu gehören das Dengue-Virus, das Chikungunya-Virus sowie das Zika-Virus.
- Übertragungsbedingung: Die Mücke muss zuerst eine infizierte Person oder Lebewesen stechen, um das Virus danach auf andere Menschen zu übertragen. Die Tigermücke sticht auch Zugvögel, die häufig mit dem West-Nil-Fieber infiziert sind.
- Bekämpfung und Vorsorge: Tigermücken sind sogenannte “Containerbrüter” und nutzen kleinste Wasseransammlungen im Siedlungsraum.
- Brutstätten beseitigen: Gießkannen umkippen, Topfuntersetzer leeren und Vogeltränken wöchentlich reinigen.
- Wasser abdecken: Regentonnen mit feinen Netzen oder Deckeln lückenlos verschließen.
- Biologische Bekämpfung: Unvermeidbare Wasserflächen (z. B. Gullys) mit Bti-Tabletten behandeln, um Mückenlarven gezielt abzutöten.
- Eigenschutz: Helle, lange Kleidung tragen und Repellents mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin nutzen

