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Biometrische Personaldokumente – Eine “Never ending Story”?

Ursprünglich für 2024 geplant verzögert sich die Ausgabe biometrischer Personaldokumente weiter. Der Minister für Kommunikationstechnologien, Sofiene Hemissi, hat angekündigt, dass die Ausschreibung für den neuen biometrischen Reisepass und den biometrischen Personalausweis „in Kürze” veröffentlicht wird. Das Projekt, das während der 39. Journées de l’Entreprise vorgestellt wurde, soll im Rahmen einer nationalen Umgestaltung der Verwaltungsdienste Ende 2026 oder Anfang 2027 in Betrieb genommen werden.

Ein digitales Projekt im Zentrum der Verwaltungsmodernisierung
Vor den in Sousse versammelten Wirtschaftsführern erinnerte der Minister daran, dass die Einführung biometrischer Dokumente Teil einer Gesamtstrategie zur Modernisierung der Verwaltung ist. Das Ziel: die digitale Sicherheit zu stärken, die Behördengänge für die Bürger zu vereinfachen und die tunesischen Standards an internationale Normen anzupassen.

Hemissi erklärte, dass die Ausschreibung und die verschiedenen regulatorischen Schritte in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden, und bestätigte, dass die staatlichen Stellen „entschlossen” voranschreiten, um die gesetzte Frist einzuhalten.

Der Minister betonte die Dringlichkeit, ein nationales Programm zur Konsolidierung der tunesischen Kompetenzen und zur Erhaltung des lokalen Fachwissens zu starten. Seiner Meinung nach erfordert die digitale Transformation eine kontinuierliche Kompetenzsteigerung, die durch die Zusammenarbeit mit dem Arabischen Institut für Unternehmer und mehreren öffentlichen und privaten Einrichtungen ermöglicht wird.

Das erklärte Ziel: ein Umfeld zu schaffen, das tunesische Talente fördert, die Abwanderung von Fachkräften verringert und eine nachhaltige technologische Souveränität gewährleistet.

Siehe auch: Alle Meldungen rund um Biometrische Personaldokumente

Start-ups im Zentrum der Innovationsdynamik
Hemissi hob die zentrale Rolle der Start-ups für den digitalen Wandel des Landes hervor. Er erklärte, dass die Strategie der Regierung „stark” auf ihrem Beitrag basiere, da diese jungen Unternehmen als Motor für Innovation, Experimentierfreudigkeit und Reaktionsfähigkeit angesehen würden. Er erinnerte daran, dass die aktuelle Politik die Digitalisierung als unverzichtbaren Schritt zur Modernisierung der Wirtschaft und zur Umgestaltung der Verwaltung betrachtet.

Der Minister wies auch darauf hin, dass die digitale Transformation einer der Querschnittsbereiche des nationalen Entwicklungsplans ist. Alle Ministerien sind davon betroffen, was eine verstärkte Koordination zwischen den öffentlichen Strukturen unerlässlich macht, um die Kohärenz und Wirksamkeit der Projekte zu gewährleisten.

Titelbild: Symbolfoto mit altem tunesischen Pass

Quelle(n):  Webdo.tn