Sousse tritt dem Globalen Netzwerk der Lernenden Städte der UNESCO bei
Die Stadt Sousse wurde offiziell in das Globale Netzwerk der Lernenden Städte der UNESCO (GNLC) aufgenommen und ist damit nach Tunis und Nabeul die dritte tunesische Stadt, die dieser internationalen Initiative beitritt.
Die Ankündigung erfolgte durch den Bildungsminister Noureddine Nouri während eines Informationstages, der am Freitag im Sitz der Stadtverwaltung von Sousse organisiert wurde. Die Stadt tritt damit einem Netzwerk bei, das derzeit 425 Städte aus 91 Ländern umfasst, die sich für die Förderung des lebenslangen Lernens engagieren.
Der Minister begrüßte diesen Beitritt und bezeichnete ihn als Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit und einer geteilten Überzeugung, wonach Investitionen in Wissen, Bildung und Ausbildung einen wesentlichen Hebel darstellen, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern und künftige Veränderungen vorzubereiten.
Eine internationale Anerkennung für die Bildungsstrategie von Sousse
Laut Noureddine Nouri zeugt die Aufnahme von Sousse in das UNESCO-Netzwerk vom Engagement der verschiedenen lokalen Akteure und der Mobilisierung für eine Vision, die auf der Wertschätzung von Wissen beruht. Er erklärte, dass die Annahme der Bewerbung der Stadt durch die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) das Ergebnis eines partizipativen Ansatzes sei, der lokale Institutionen und verschiedene beteiligte Partner einbezieht. Der Minister betonte außerdem, dass diese Mitgliedschaft Sousse neue Möglichkeiten eröffnet, an internationalen Programmen teilzunehmen, Erfahrungen mit anderen Mitgliedsstädten auszutauschen und einen inklusiven Ansatz des Lernens zu entwickeln, der allen zugänglich ist.

Sousse zu einem regionalen Vorbild für das Lernen machen
Bei dieser Gelegenheit rief der Minister die Stadtverwaltung, Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, Universitäten, den Privatsektor sowie die Zivilgesellschaft dazu auf, ihre Anstrengungen zu bündeln, um eine gemeinsame Vision zu entwickeln. Ziel sei es, Sousse, die Perle des Sahel, zu einem nationalen und regionalen Vorbild bei der Verbreitung einer Kultur des Lernens zu machen. Diese Dynamik soll insbesondere zur Stärkung der sozialen Inklusion, zur Förderung von Innovation und zur Unterstützung des Lernens in allen Lebensaltern beitragen.
Für die Stadtverwaltung von Sousse stellt diese internationale Anerkennung eine Würdigung der bisherigen Bemühungen dar, die Qualität der Bildung zu verbessern, die soziale Integration zu fördern und eine Dynamik nachhaltiger Entwicklung zu unterstützen.
Das Konzept der lernenden Stadt geht heute weit über den traditionellen Rahmen des Schulunterrichts hinaus. Es zielt darauf ab, Regionen in Räume zu verwandeln, in denen jeder Bürger während seines gesamten Lebens neue Kompetenzen erwerben kann, um auf digitale, wirtschaftliche und soziale Veränderungen zu reagieren.
Mit diesem Beitritt beabsichtigt Sousse, seine Attraktivität in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Innovation zu stärken und gleichzeitig Partnerschaften mit den anderen Mitgliedsstädten des globalen UNESCO-Netzwerks auszubauen.
Das “Globale Netzwerk der UNESCO für lernende Städte” (GNLC) ist ein weltweiter Zusammenschluss von über 400 Städten in mehr als 90 Ländern. Das Ziel ist es, lebenslanges Lernen für alle Bürger durch den Austausch von Strategien, Best Practices und Ressourcen zu fördern.
Der Fokus liegt darauf, Bildung für jeden zugänglich zu machen, Inklusion zu stärken und nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben.
Die Säulen einer Lernenden Stadt
Die UNESCO definiert eine lernende Stadt über sechs Kernbereiche:
- Inklusion und Gerechtigkeit: Bildungschancen für alle, unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status.
- Lebenslanges Lernen am Arbeitsplatz: Unterstützung beruflicher Weiterbildung.
- Moderne Technologien: Erweiterung digitaler Lernplattformen.
- Familien- und Gemeinschaftslernen: Lokale Lernzentren und nachbarschaftliche Initiativen.
- Gesunde und grüne Umwelt: Bildung für nachhaltige Entwicklung.
- Qualitätsverbesserung: Exzellenz in Bildung und Ausbildung.

