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JendoubaUmwelt

Kläranlage Jendouba: Abschluss der Bauarbeiten und Inbetriebnahme

Im Rahmen des „Projekts zur Verbesserung der Gewässerqualität in den lokalen Städten“ (Bizerte, Zaghouan, Béja, Siliana, Le Kef, Jendouba, Kasserine, Sidi Bouzid, Sfax und Kebili), das gemeinsam von der Tunesischen Republik und der Japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA) finanziert wird, fand am Dienstag, dem 30. Juni 2026, eine offizielle Fachbesichtigung der Kläranlage Jendouba statt, die den Abschluss der Bauarbeiten und die Aufnahme des Betriebs markierte.

​An diesem hochrangigen Besuch nahmen teil:

  • Seine Exzellenz, der japanische Botschafter in Tunesien: Herr SAITO Jun
  • Die Residentin des JICA-Büros in Tunesien: Frau MIYATA Mayumi
  • Der Vorstandsvorsitzende des Nationalen Amtes für Abwasserentsorgung (ONAS): Herr Abdelmajid Bettaieb

Technische Daten der Kläranlage:

  • Die Kläranlage von Jendouba ist für einen Durchfluss von 8.000 Kubikmeter/Tag Abwasser und eine biologische Belastung von 3400 kg/Tag bei Gesamtkosten von 28,8 Millionen Dinar ohne MwSt.

Ökologische und sozioökonomische Auswirkungen des Projekts:

  • Schutz der Wasserressourcen: Die Kläranlage trägt aktiv zum Schutz des Grundwassers bei, indem sie das Abwasser vor der Einleitung in den Vorfluter effizient reinigt.
  • Wiederverwertung und Kreislaufwirtschaft: Das gereinigte Wasser wird zur Bewässerung von Grünflächen wiederverwendet und ermöglicht die Schaffung neuer Bewässerungsflächen auf den landwirtschaftlichen Flächen in der Umgebung der Kläranlage.

Die Kläranlage hatte wichtige Phasen der Modernisierung und Erweiterung durchlaufen. Die ursprüngliche Hauptreinigungsstufe der Stadt Jendouba war bereits 1994 in Betrieb genommen worden. Ein umfassendes Ausbauprojekt hebt die hydraulische Kapazität der Anlage massiv auf bis zu 9.400 m³ pro Tag an. Damit wird die Versorgungssicherheit bis zum Jahr 2041 garantiert. Die Modernisierung erfolgt in enger internationaler Zusammenarbeit, gefördert durch Kredite der Japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA).

Reinigungsverfahren: Das System nutzt ein biologisches Belebtschlammverfahren mit geringer Belastung in Oxidationsbecken. Es enthält eine Sandfiltration, eine Desinfektion durch UV-Licht sowie fortschrittliche Schlammentwässerung mittels Zentrifugen.

Umwelt- und Zukunftsschutz

  • Tertiäre Behandlung: Die Anlage wurde um eine moderne dreistufige Abwasserbehandlung (Tertiärbehandlung) ergänzt. Dies ermöglicht die gezielte Elimination von Stickstoff und Phosphor.
  • Wassereinsparung: Das gereinigte Abwasser wird zur landwirtschaftlichen Bewässerung im Medjerda-Tal vorbereitet. Dies ist ein entscheidender Schritt gegen das prognostizierte Süßwasserdefizit des Landes.
  • Geruchskontrolle: Im Rahmen der aktuellen Ausbaustufen wurde ein modernes System zur Geruchsbekämpfung integriert, um die Belastung für umliegende Gebiete zu minimieren.

Quelle: Office National de l’Assainissement