Jüdische Pilgerfahrt 2026 El Ghriba, Djerba vom 30. April bis zum 6. Mai 2026

Als symbolträchtiges Ereignis im religiösen und kulturellen Kalender Tunesiens findet die jüdische Pilgerfahrt 2026 El Ghriba, die auf Djerba (Governorat Médenine) organisiert wird, vom 30. April bis zum 6. Mai 2026 statt.
In einer Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur Tunis Afrique Presse (TAP) am Dienstag, dem 14. April 2026, erklärte der Vorsitzende des Organisationskomitees der jüdischen Pilgerfahrt in Tunesien, Perez Trabelsi, dass diese Ausgabe Teil einer Dynamik der schrittweisen Rückkehr zum gewohnten Rhythmus der Veranstaltung sei. Er betonte, dass „die Pilgerfahrt allen offensteht, sowohl aus Tunesien als auch aus dem Ausland, mit dem Ziel, schrittweise wieder zum normalen Rhythmus zurückzukehren“.
Laufende Vorbereitungen zur Begrüßung der Besucher
Dem Verantwortlichen zufolge laufen derzeit die Vorbereitungen am Ort der Pilgerfahrt, insbesondere in der Synagoge von La Ghriba. Diese umfassen Malerarbeiten, Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten im Außenbereich, um den Besuchern optimale Empfangsbedingungen zu gewährleisten.
Er betonte zudem, dass die Synagoge das ganze Jahr über geöffnet bleibt und eine vielbesuchte touristische und religiöse Stätte darstellt. Zwischen Juni und September 2025 besuchten sie etwa 120.000 Besucher aus Tunesien und dem Ausland, was die anhaltende Attraktivität des Ortes belegt.
Eine von Unwägbarkeiten geprägte Besucherzahl, aber eine Dynamik der Erholung
Perez Trabelsi erinnerte daran, dass die Pilgerfahrt zur Ghriba mehrfach von verschiedenen Ereignissen beeinträchtigt wurde, die sich auf ihren Ablauf und ihre Besucherzahlen auswirkten. Er bekräftigte jedoch, dass die Veranstaltung bei jeder Ausgabe wieder an Dynamik gewinnt.
In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass in der Saison 2023 etwa 7000 Besucher teilnahmen, was eine allmähliche Erholung nach den Störungen der vergangenen Jahre verdeutlicht.
Eine Veranstaltung im Zeichen des Zusammenlebens und der Sicherheit
Der Vorsitzende des Komitees würdigte zudem die Bemühungen der tunesischen Behörden, den reibungslosen Ablauf der Pilgerfahrt zu gewährleisten und optimale Sicherheitsbedingungen für die Ausübung der religiösen Riten zu garantieren.
In diesem Zusammenhang bekräftigte er, dass „Tunesien und die Insel Djerba ein Ort der Toleranz, des Zusammenlebens und des Friedens bleiben“, und hob die symbolische und kulturelle Bedeutung dieses Ereignisses hervor, das jedes Jahr Gläubige und Besucher verschiedener Nationalitäten und Konfessionen zusammenbringt.
Die Pilgerfahrt zur Ghriba gilt als eine der ältesten jüdischen Pilgerfahrten in Afrika und ist ein symbolträchtiges Ereignis des tunesischen religiösen Erbes, das Spiritualität, Tourismus und Traditionen vereint.
Feierlichkeiten im Innenhof der La Ghriba Synagoge – Foto: Karlheinz Blaull
Quelle: Business News
